Flugsystemtechnik: Mechatronik und der Traum vom Fliegen

Flugsystemtechnik: Mechatronik und der Traum vom Fliegen

Charles Lindbergh und Ferdinand Graf von Zeppelin gehörten einst zu den Pionieren der Luftfahrt. Doch selbst in ihrer Rolle als Vordenker in dieser damals noch neuen Fachrichtung des Transportwesens hätten sie es sich wohl kaum träumen lassen, wie rasant die Entwicklung auf diesem Gebiet verlaufen würde. Die Flugsystemtechnik leistete in den letzten Jahrzehnten einen ständig wachsenden Beitrag zu dieser Entwicklung. Daran wird sich wohl auch zukünftig nichts ändern – ganz im Gegenteil: Durch die zunehmende Automatisierung beeinflusst die Flugsystemtechnik immer mehr Bereiche der Flug- und Raumfahrt.

Unterschiedliche Berufsprofile in der Flugsystemtechnik

Das Ingenieurswesen besitzt in der Flugsystemtechnik einen besonders hohen Stellenwert. Nicht nur Absolventen des Studiengangs Luft- und Raumfahrttechnik haben die Chance auf eine lukrative Arbeitsstelle in der Flugsystemtechnik, studierte Mechatroniker und Elektrotechniker sind aufgrund ihrer Grundlagenkenntnisse in diesem Gebiet genauso willkommen. Die Aufgabenvielfalt der Flugsystemtechnik ist immens. Flugsystemtechniker arbeiten nicht nur an der Weiterentwicklung von Flugzeugen oder Hubschraubern; die Konstruktion aller technischen Elemente in der Luftfahrt gehört genauso dazu, angefangen bei der Simulation von neu zu entwickelnden Funktionen, der Steuerung, der Messinstrumente und Kontrollmechanismen bis hin zur Kommunikationstechnik – sowohl in der Luft als auch auf dem Boden. Auch das beste Flugzeug muss auf der Erde bleiben, wenn die entsprechende Flughafen- oder Flugsicherungstechnik streikt.

Der Einsatz von Mechatronik in der Luftfahrtindustrie

Die Mechatronik gehört zu den wichtigsten Bestandteilen der modernen Flugtechnik, deshalb werden Mechatroniker in vielen Gebieten der Aviation eingesetzt. Von der Forschung und Entwicklung, Simulation, Konstruktion und der Organisation der Fertigung von Bauteilen bis hin zur Überwachung Montage, Installation und Wartung von Komplettsystemen – ohne sachkundige Mechatroniker bewegt sich nicht viel. Deshalb benötigt die Branche ständig gut ausgebildetes technisches Fachpersonal für ihre verschiedenen Teilbereiche. Mit einem Bachelor-Studium oder einem weiterführenden Master-Studium der Mechatronik ist man dafür bestens vorbereitet. Alle notwendigen Grundlagen für eine Tätigkeit in der Flugsystemtechnik werden dort intensiv vermittelt. Theoretisches Basiswissen in Mathematik und Physik ist ebenso Teil des Studiums wie das interdisziplinäre Zusammenwirken verschiedener Elemente und Bauteile aus der Mechanik, Elektronik und Informatik in der Praxis. Da sich zusätzliche praktische Erfahrung immer vorteilhaft auswirkt, ziehen es viele Mechatroniker vor neben ihrem Beruf ein Fernstudium zu absolvieren anstatt sich bei einer Fachhochschule oder Universität einzuschreiben.

Der Einstieg in die Luftfahrtindustrie ohne Studium

Auch wenn die Flugsystemtechnik meist den Ingenieuren vorbehalten bleibt – die Luftfahrtindustrie ist gerade in den Bereichen der Konstruktion, Fertigung, Montage und Instandhaltung auf eine Vielzahl von qualifizierten Fachkräften angewiesen. Insbesondere Mechatroniker stellen Einzelkomponenten für die gesamte Flugindustrie her, montieren Sie anhand von Konstruktionszeichnungen zu den unterschiedlichsten Systemen und sorgen für einen einwandfreien Betrieb. Ihre Ausbildung befähigt sie dazu komplexe technische Systeme zu verstehen und anzufertigen. So können Mechatroniker die Funktionalität verschiedenster Anlagen sicherstellen. Mechatroniker, die ihre Karriere ankurbeln möchten ohne ein Studium zu absolvieren, entscheiden sich meist für eine weiterführende Qualifikation zum Mechatroniktechniker oder Mechatronik Meister. Nicht zuletzt wegen der flexiblen Gestaltung des Lernpensums sind dabei Fernkurse sehr beliebt.

Ist ein Wechsel zur Luftfahrt möglich?

Mit einer abgeschlossenen Berufsausbildung zum Mechatroniker und ein wenig Erfahrung sollte es normalerweise kein Problem sein, innerhalb verwandter Branchen zu wechseln. Meistens kommt es auf dabei die ausgeübte Tätigkeit an. Doch will man beispielsweise von der Kraftfahrzeugtechnik zur Luftfahrt wechseln, ergeben sich oft Hindernisse, selbst wenn man weiterhin als Mechatroniker arbeiten möchte. Zu unterschiedlich sind die Berufsbilder. Mit einem abgeschlossenen Studium zum Bachelor of Engineering für Mechatronik sieht die Sache hingegen schon ganz anders aus. Eine Neuorientierung nach einem Studium kommt häufig vor und läuft allgemein ohne Schwierigkeiten ab. Auch ein Abschluss als Techniker oder Meister kann für einen Branchenwechsel vorteilhaft sein. Dabei ist es natürlich hilfreich, sich im Vorfeld über die Voraussetzungen für seinen persönlichen Traumjob zu informieren und die Art der Weiterbildung darauf abzustimmen. So kommt man der Vision vom Fliegen sehr schnell näher ohne selbst abheben zu müssen!

Per Fernlehrgang zum Ziel

Persönliches Interesse und mögliche Aufstiegschancen motivieren viele Mechatroniker zu einer Weiterbildung. Dabei gibt es verschiedene Möglichkeiten. Die Entscheidung zwischen Studium und Techniker- bzw. Meisterschule fällt nicht immer leicht. Dabei ist es wichtig, sich seine persönlichen Ziele vor Augen zu führen. Je nach angestrebter Position kann eine Zusatzausbildung zum Techniker manchmal hilfreicher sein als ein Studium. Das gilt natürlich auch umgekehrt. Die Qual der Wahl hat man auch bei der Art der Ausbildung: Vollzeitstudium oder doch lieber nebenberufliche Weiterbildung per Abendkurs oder Fernlehrgang? Die Vorteile von Fernkursen liegen auf der Hand: Man kann weiterhin in seinem Beruf als Mechatroniker arbeiten und bezieht ein sicheres Gehalt. Eventuell öffnen sich schon Türen für die nächste Stufe auf der Karriereleiter im eigenen Unternehmen, obwohl die Weiterbildung noch gar nicht abgeschlossen ist. Auf jedem Fall bietet ein Fernkurs große Unabhängigkeit. Man bestimmt sein eigenes Lerntempo unabhängig von Ort und Zeit. Grundvoraussetzung ist nur ein wenig Disziplin – wie überall im Leben.

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